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Restaurant-Website erstellen lassen: Was sie in der Schweiz kostet und was sie können muss

Was eine Restaurant-Website in der Schweiz kostet — vom Baukasten bis zum Profi-Redesign — und welche acht Elemente sie braucht, damit aus Besuchern Reservationen werden. Mit Preistabelle, Checkliste und den teuersten Fehlern.

Von Laurin Bassler, CEO & Co-Founder7 Min. Lesezeit
Restaurant-Website erstellen lassen: Was sie in der Schweiz kostet und was sie können muss

Kurz zusammengefasst: Eine Restaurant-Website kostet in der Schweiz zwischen rund CHF 15 pro Monat (Baukasten, selbst gebaut) und CHF 2'500 bis 6'700 für ein professionelles Redesign — im Schnitt CHF 4'200, laut dem Vergleichsportal Gryps. Dazu kommen Hosting, Domain und Anpassungen, die über drei Jahre oft mehr kosten als die Erstellung selbst. Wichtiger als der Preis ist, was die Seite kann: Die meisten Gäste sehen zuerst Ihr Google-Profil. Die Website muss danach in Sekunden drei Fragen beantworten — Was gibt es? Wann ist offen? Wie reserviere ich? Die acht Pflicht-Elemente unten entscheiden, ob aus einem Besuch eine Reservation wird.


Braucht ein Restaurant 2026 noch eine eigene Website?

Ja — aus drei Gründen, die mit jedem Jahr wichtiger werden:

Google und KI-Assistenten lesen sie. Ihr Google-Profil ist das Schaufenster, die Website die Quelle dahinter. Google gleicht beides ab, und KI-Assistenten stützen sich stark auf Unternehmens-Websites: Bei lokalen Suchanfragen stammten in einer Auswertung von BrightLocal 58 Prozent der Quellen, die ChatGPT Search nutzte, von Firmen-Websites.

Reservationen ohne Umweg. Jede Reservation über die eigene Seite landet direkt bei Ihnen — ohne dass eine Plattform pro Gast mitverdient oder den Kontakt behält.

Kontrolle. Saisonkarte, Mittagsmenü, Events, Gutscheine, offene Stellen: Auf Plattformen erscheint, was die Plattform zeigen will. Auf Ihrer Website erscheint, was Sie zeigen wollen.

Für Hotels gilt das doppelt: Die eigene Website mit Buchungsmaschine ist der einzige Kanal ohne Kommission. Wie Schweizer Hotels Direktbuchungen zurückholen, steht im Beitrag zur OTA-Kommission.

Was eine Restaurant-Website in der Schweiz kostet

WegEinmaligLaufendPasst, wenn …
Baukasten, selbst gebaut (z. B. Wix, Jimdo, Squarespace)Ihre Zeitca. CHF 15–40 pro Monatkleines Budget, Sie haben Zeit und ein gutes Auge
Einfache Seite vom Profi (One-Pager)ab ca. CHF 2'000Hosting, Anpassungenwenig Inhalt, klares Angebot
Website mit Unterseiten und Online-ReservationCHF 3'000–5'000Hosting, AnpassungenStandard für die meisten Restaurants
Redesign einer Restaurant-WebsiteCHF 2'500–6'700, Ø CHF 4'200Hosting, Anpassungenbestehende Seite ist veraltet
Individuell gestaltet, mehrsprachigab ca. CHF 6'000Hosting, Wartungeigene Bildsprache, Tourismus-Lage
Website als Abo («Website as a Service»)keine oder geringe Einrichtungmonatliche Pauschale inkl. Hosting und PflegeSie wollen sich nie wieder selbst darum kümmern

Profi-Preise: Gryps, Webdesign-Kosten Schweiz. Baukasten-Preise je nach Anbieter und Tarif — Reservations-Funktionen gibt es bei Baukästen oft erst in den höheren Tarifen.

Die Kosten, die oft vergessen werden

  • Domain und Hosting: typischerweise CHF 100 bis 300 pro Jahr.
  • Anpassungen: Speisekarte, Öffnungszeiten, Saisonbilder — beim Webdesigner rund CHF 150 pro Stunde (Gryps).
  • Reservations-Tool: Systeme wie Lunchgate, aleno, TheFork oder OpenTable rechnen über Abo oder Gebühr pro Gast ab.
  • Fotos und Texte: Ein Profi-Shooting und saubere Texte (bei Tourismus-Lage in mehreren Sprachen) machen oft den grössten Unterschied — und fehlen in vielen Offerten.

Ein Rechenbeispiel über drei Jahre: Redesign CHF 4'200, Hosting und Domain CHF 200 pro Jahr, zehn Stunden Anpassungen pro Jahr à CHF 150 — zusammen rund CHF 9'300. Die Erstellung ist darin weniger als die Hälfte. Fragen Sie deshalb in jeder Offerte nach den laufenden Kosten, nicht nur nach dem Projektpreis.

Die acht Pflicht-Elemente einer Restaurant-Website

1. Die Speisekarte als Text, nicht als PDF. Ein PDF muss auf dem Handy gezoomt werden, ist schnell veraltet und wird von Google und KI-Assistenten schlechter gelesen. Die Karte als normaler Seitentext — mit Preisen — ist in jeder Hinsicht besser. Ein PDF zum Download kann zusätzlich da sein.

2. Reservation in höchstens zwei Klicks. Ein gut sichtbarer Button «Tisch reservieren» im ersten Bildschirm, dahinter Ihr Reservations-Tool. Mindestens: eine antippbare Telefonnummer. «Reservationen nur telefonisch» heisst in der Praxis: nur dann, wenn gerade niemand im Service steht.

3. Öffnungszeiten — identisch mit Google. Inklusive Ruhetage, Feiertage und Betriebsferien. Widersprechen sich Website und Google-Profil, verliert der Gast Vertrauen — und Google auch.

4. Adresse und Telefon als klickbarer Text. Nicht als Bild. Mit Link zur Route, Hinweis auf Parkplätze und ÖV-Haltestelle. Genau diese Angaben müssen überall gleich lauten — auf Google, Local.ch und search.ch.

5. Schnell auf dem Handy. Die meisten Restaurant-Suchen passieren unterwegs. Google bewertet die Ladezeit des grössten sichtbaren Elements (Largest Contentful Paint) bis 2,5 Sekunden als «gut». Grosse Videos im Kopfbereich und unkomprimierte Fotos sind die häufigsten Bremsen.

6. Echte Fotos. Gäste erkennen Stock-Bilder sofort. Gerichte, Raum, Terrasse, Team — mit kurzen Bildbeschreibungen (Alt-Texten), die auch Suchmaschinen lesen.

7. Strukturierte Daten. Ein maschinenlesbarer Steckbrief im Code (Schema.org «Restaurant»): Küche, Preisniveau, Öffnungszeiten, Link zur Speisekarte, Reservationsmöglichkeit. Gäste sehen davon nichts, Google und KI-Assistenten lesen es direkt.

8. Rechtliches sauber. Impressum mit vollständiger Firmenangabe und eine Datenschutzerklärung. Seit dem 1. September 2023 verlangt das revidierte Datenschutzgesetz, dass Sie informieren, sobald Sie Personendaten bearbeiten — etwa über ein Reservationsformular, einen Newsletter oder Analyse-Tools. Im Zweifel den Text juristisch prüfen lassen.

Zusätzlich für Hotels

Eine Buchungsmaschine direkt auf der Seite, ein klares Argument für die Direktbuchung (Bestpreis, Frühstück, späterer Check-out), Zimmerfotos pro Kategorie, Anreise-Informationen und — je nach Gästemix — Englisch und Französisch.

Die sechs teuersten Fehler

1. Die Domain gehört der Agentur. Oder dem Neffen, der die Seite 2017 gebaut hat. Domain und Hosting gehören auf den Namen des Betriebs, die Zugänge in Ihre Ablage.

2. Gebaut und vergessen. Die Speisekarte vom letzten Winter, die Öffnungszeiten von vor dem Umbau. Eine Website ohne Pflege schadet mehr als eine einfache, die stimmt.

3. Reservation nur telefonisch. Mitten im Service klingelt es, niemand nimmt ab — und der Gast reserviert beim Nachbarn, der ein Online-Tool hat.

4. Schönes Video, langsame Seite. Ein bildschirmfüllendes Video sieht in der Agentur-Präsentation gut aus und lädt im Tram über mobile Daten ewig.

5. Keine Messung. Ohne Tracking — zum Beispiel Klicks auf «Reservieren», «Anrufen» und «Route» — wissen Sie nicht, ob die Seite Gäste bringt oder nur hübsch ist.

6. Alles neu, obwohl drei Dinge reichen würden. Oft bringen Speisekarte als Text, ein Reservations-Button oben und korrekte Öffnungszeiten mehr als ein komplettes Redesign für CHF 6'000. Prüfen Sie zuerst die acht Pflicht-Elemente.

Selbst bauen, einmaliges Projekt oder Abo?

Baukasten, wenn das Budget unter CHF 1'000 liegt, Sie Freude an Gestaltung haben und die Pflege selbst übernehmen. Das Risiko: Die Seite sieht nach Eigenbau aus, und die Pflege bleibt liegen, sobald die Saison beginnt.

Einmaliges Projekt, wenn Sie eine individuelle Seite wollen und Änderungen selbst einpflegen können — oder bereit sind, sie stundenweise zu bezahlen.

Abo, wenn Sie keine Zeit für die Website haben und lieber einen festen Monatsbetrag zahlen, der Hosting, Pflege und Änderungen abdeckt. Achten Sie auch hier darauf, dass Domain und Inhalte Ihnen gehören.

Was die Website mit Google Ads, Local SEO und KI zu tun hat

Google Ads: Die Zielseite beeinflusst den Klickpreis — je relevanter, desto günstiger. Mehr dazu im Beitrag zu den Google-Ads-Kosten.

Lokales Ranking: Name, Adresse, Ort und Kategorie auf der Website stärken die Relevanz Ihres Google-Profils — Details im Beitrag Google-Ranking verbessern.

KI-Assistenten: ChatGPT, Gemini und Googles AI Overviews nennen Betriebe, über die sie klare Fakten finden. Ihre Website ist die wichtigste Quelle dafür — siehe GEO-Optimierung.

Und bei uns?

Bei Tailored Intelligence ist die Website kein Einzelprojekt, sondern Teil des Pakets Google 360°: Website as a Service mit Design und Hosting, laufenden Aktualisierungen, Buchungssystem-Verknüpfung, Google Analytics 4 mit Conversion-Tracking und keyword-optimierten Inhalten — zusammen mit dem Bewertungssystem Trophy und einer monatlich optimierten Google-Ads-Kampagne. Pakete ansehen. Wer nur eine schnelle Zielseite für Google-Werbung braucht: Die ist in unserer Ads-Betreuung enthalten.

FAQ

Was kostet eine Restaurant-Website in der Schweiz? Vom Profi gebaut zwischen rund CHF 2'000 für einen einfachen One-Pager und CHF 6'700 für ein Redesign mit Unterseiten — im Schnitt rund CHF 4'200 laut Gryps. Mit einem Baukasten selbst gebaut ab rund CHF 15 bis 40 pro Monat. Dazu kommen Hosting, Domain und Anpassungen.

Reicht ein Baukasten wie Wix oder Jimdo für ein Restaurant? Für einen kleinen Betrieb ja, wenn die Pflicht-Elemente drin sind — vor allem Speisekarte als Text, Reservations-Button und schnelle Ladezeit. Die Grenze kommt bei Mehrsprachigkeit, individuellem Design und wenn im Team niemand Zeit für die Pflege hat.

Wie lange dauert es, eine Restaurant-Website erstellen zu lassen? Für eine Seite mit wenigen Unterseiten typischerweise zwei bis sechs Wochen. Der Engpass sind meist Fotos und Texte, nicht die Technik.

Speisekarte als PDF oder als Text? Als Text. Ein PDF ist auf dem Handy mühsam, wird von Google und KI-Assistenten schlechter gelesen und veraltet schnell. Ein PDF zum Download kann zusätzlich angeboten werden.

Braucht meine Restaurant-Website eine Datenschutzerklärung? Ja, sobald Sie Personendaten bearbeiten — etwa über ein Reservations- oder Kontaktformular oder über Analyse-Tools. Das revidierte Datenschutzgesetz verlangt seit dem 1. September 2023, dass Sie darüber informieren.

Brauche ich für Google Ads eine neue Website? Nicht zwingend. Für Kampagnen reicht oft eine schnelle, eigene Zielseite mit Reservation, Route und Telefon — die bestehende Website bleibt, wie sie ist.

Quellen

  • Gryps: Preise für Webdesign-Services in der Schweiz, inkl. Redesign einer Restaurant-Website (gryps.ch)
  • BrightLocal: Uncovering ChatGPT Search Sources (brightlocal.com/research)
  • Google Search Central: Core Web Vitals und strukturierte Daten für lokale Unternehmen (developers.google.com/search)
  • Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), in Kraft seit 1. September 2023 (fedlex.admin.ch)
  • Tooltester: Wix-Tarife 2026 im Vergleich (tooltester.com)

Weiterführende Texte

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