Kurz zusammengefasst: Google Ads besteht aus zwei Kostenblöcken: dem Werbebudget, das direkt an Google geht, und der Betreuung — Ihre eigene Zeit oder eine Agentur. Ein Klick kostet in der Schweiz je nach Suchbegriff zwischen rund CHF 0.10 und über CHF 30. Die gute Nachricht für Gastronomie und Hotellerie: Ihre Begriffe gehören zu den günstigsten. «restaurant zürich» kostet CHF 0.16 bis 1.63 pro Klick, «google ads agentur» CHF 12 bis 31. Für einen Betrieb sind CHF 500 bis 800 Werbebudget pro Monat ein realistischer Start; Agenturen verlangen für die Betreuung laut Gryps im Schnitt rund CHF 2'000 pro Monat zusätzlich. Entscheidend ist am Ende nicht der Klickpreis, sondern was ein Gast kostet — in einem unserer Gastro-Konten waren das im Juli 2026 CHF 16 pro Reservations-Anfrage.
Die zwei Kostenblöcke von Google Ads
1. Das Werbebudget. Es geht direkt an Google. Sie bezahlen pro Klick auf Ihre Anzeige (CPC, «cost per click») — Einblendungen ohne Klick sind bei Suchanzeigen gratis. Es gibt keinen Grundpreis und kein Mindestbudget. Sie legen ein durchschnittliches Tagesbudget fest; Google darf an einzelnen Tagen bis zum Doppelten davon ausgeben, verrechnet über den Monat aber höchstens das Tagesbudget mal 30,4.
2. Die Betreuung. Kampagne aufsetzen, Suchbegriffe wählen, Anzeigen schreiben, unpassende Suchen ausschliessen, Conversion-Tracking einrichten, laufend optimieren, berichten. Das kostet entweder Ihre Zeit oder ein Honorar.
Dazu kommen je nach Setup einmalige Posten: eine Landingpage, auf die die Anzeige führt, und das Tracking von Anrufen, Routen und Reservationen.
Was ein Klick in der Schweiz kostet — echte Zahlen
Google Ads ist eine Auktion. Wer bei einer Suche erscheint, entscheidet Google nach Gebot und Qualität: Wie gut passen Suchbegriff, Anzeige und Zielseite zusammen? Sie bezahlen nie mehr als Ihr Maximalgebot, meist weniger.
Die folgenden Zahlen stammen aus dem Google Keyword Planner (Schweiz, Sprache Deutsch, abgefragt am 5. Oktober 2026). Die Spanne zeigt, was Werbetreibende für die oberen Anzeigenplätze typischerweise bieten — vom tiefen bis zum hohen Ende.
| Suchbegriff | Suchen pro Monat | Klickpreis (CHF) |
|---|---|---|
| restaurant zürich | 40'500 | 0.16 – 1.63 |
| restaurant in der nähe | 40'500 | 0.48 – 1.42 |
| restaurant luzern | 33'100 | 0.10 – 0.77 |
| brunch zürich | 14'800 | 0.36 – 1.06 |
| sushi zürich | 6'600 | 0.41 – 1.53 |
| hotel zermatt | 6'600 | 0.48 – 1.79 |
| hotel zürich | 4'400 | 0.77 – 3.39 |
| weihnachtsessen zürich | 320 | 1.34 – 3.79 |
| seminarhotel schweiz | 260 | 1.95 – 7.33 |
| website erstellen lassen | 720 | 6.80 – 18.12 |
| seo agentur | 880 | 5.29 – 14.33 |
| google ads agentur | 210 | 12.29 – 30.96 |
Drei Dinge fallen auf:
Gastro-Klicks sind günstig. Die meisten Restaurant-Begriffe liegen unter CHF 2. Ein einzelner Gast ist für Werbetreibende überschaubar viel wert — niemand bietet CHF 20 für einen Brunch-Klick.
Anlässe kosten mehr — und bringen mehr. Weihnachtsessen, Firmenanlässe, Seminare: Hier ist ein Abschluss eine ganze Gruppe wert, also steigen die Gebote. Für Sie sind das oft die lukrativsten Klicks.
Hotels zahlen mehr als Restaurants. Bei Hotel-Begriffen bieten die grossen Buchungsplattformen mit. Wer dort sichtbar sein will, braucht ein klares Argument für die Direktbuchung.
Die eigentliche Lehre: Bei Gastro-Begriffen ist nicht der Klick teuer, sondern der falsche Klick. Ohne Ausschlüsse erscheint Ihre Anzeige für «restaurant zürich» auch bei «restaurant zürich jobs» oder «restaurant zürich kaufen» — und jeder dieser Klicks kostet so viel wie ein echter Gast.
Welches Budget realistisch ist
Ein Rechenbeispiel mit offenen Annahmen: CHF 600 Werbebudget pro Monat, also rund CHF 20 pro Tag. In einem Restaurant-Konto, das wir führen, kostete eine Reservations-Anfrage im Juli 2026 CHF 16. Überträgt man diesen Wert, ergäben CHF 600 rund 37 Anfragen. Nehmen wir an, zwei Drittel davon werden zu einem besetzten Tisch mit durchschnittlich CHF 150 Umsatz: rund CHF 3'700 Umsatz aus CHF 600 Werbebudget. Der Wert schwankt je nach Lage, Küche und Saison — ein Rechenbeispiel, kein Versprechen.
Zwei Grenzen gelten trotzdem:
Die Untergrenze. Technisch gibt es kein Mindestbudget. Praktisch braucht eine Kampagne genug Klicks, um zu lernen, welche Suchen Gäste bringen. Unter rund CHF 10 pro Tag dauert das sehr lange.
Die Obergrenze ist die Nachfrage. Mehr Budget, als es passende Suchen gibt, kauft die falschen Klicks. Wir haben das im eigenen Konto erlebt: Als das Budget grösser war als die Zahl der passenden Suchen, verteilte Google es auf immer entferntere Suchanfragen — bis hin zu Leuten, die Billigware suchten. Seither prüfen wir vor jedem Franken, wie viele Menschen rund um einen Standort tatsächlich suchen.
Was die Betreuung kostet — selbst, Freelancer oder Agentur
| Weg | Kosten | Passt, wenn … |
|---|---|---|
| Selbst | keine Gebühr, aber Einarbeitung plus einige Stunden pro Monat | Sie gern mit Zahlen arbeiten und Zeit haben |
| Freelancer | CHF 130–200 pro Stunde | Sie eine klar umrissene Kampagne brauchen |
| Agentur | CHF 1'300–3'500 pro Monat, im Schnitt CHF 2'000 | mehrere Kampagnen oder grössere Budgets laufen |
Stundensätze und Agentur-Preise: Vergleichsportal Gryps, ohne Werbebudget. Viele Agenturen verrechnen zusätzlich eine einmalige Einrichtung.
Vier Warnsignale beim Vergleichen:
- Das Werbekonto gehört der Agentur. Das Google-Ads-Konto muss auf Ihren Betrieb laufen — sonst verlieren Sie beim Wechsel die ganze Kampagnen-Historie.
- Honorar in Prozent des Werbebudgets. Dann verdient die Agentur mehr, wenn Sie mehr ausgeben — nicht, wenn mehr Gäste kommen.
- Der Bericht zählt Klicks und Impressionen. Fragen Sie nach Anrufen, Routen und Reservationen.
- Lange Mindestlaufzeit. Wer liefert, braucht keine Zwölf-Monats-Bindung.
Zur Transparenz: Wir betreuen Google Ads für Gastronomie und Hotellerie, für CHF 890 pro Monat, monatlich kündbar — inklusive eigener Landingpage und Monatsbericht. Das Werbebudget geht separat und direkt an Google. Wer zusätzlich unser Bewertungssystem Trophy nutzt: Im Paket Markt Dominanz ist die monatlich optimierte Google-Ads-Kampagne bereits enthalten (Pakete ansehen).
Die sechs teuersten Fehler
1. Auf Klicks optimieren statt auf Gäste. Die Gebotsstrategie «Klicks maximieren» liefert genau das: Klicks. Wer jeder wichtigen Aktion — Route, Anruf, Reservation — einen Frankenwert gibt, bringt Google bei, auf Gäste zu optimieren.
2. Standortoption «Präsenz oder Interesse». Das ist die Voreinstellung: Ihre Anzeige erscheint auch bei Menschen, die sich nur für Ihre Region interessieren, aber ganz woanders sind. In einem von uns betreuten Konto ging so anfangs rund ein Fünftel des Budgets an Suchende ausserhalb des Einzugsgebiets. Für ein Restaurant fast immer richtig: «Präsenz».
3. Suchnetzwerk-Partner und Display-Erweiterung eingeschaltet. Beides ist bei neuen Suchkampagnen oft aktiv und bringt Klicks von Seiten, die mit Ihrer Suche wenig zu tun haben. Zum Start ausschalten, später gezielt testen.
4. Keine ausgeschlossenen Suchbegriffe. «jobs», «stelle», «lehrstelle», «rezept», «selber machen», «gratis» — und alles, was Sie nicht anbieten. Den Suchbegriffs-Bericht wöchentlich lesen.
5. Die Anzeige führt auf die Startseite. Wer «brunch zürich» sucht, will die Brunch-Karte und einen Reservations-Button sehen, nicht Ihre Firmengeschichte. Eine eigene Zielseite mit Reservation, Route und Telefon im ersten Bildschirm senkt zudem den Klickpreis, weil Google die Relevanz belohnt.
6. Budget grösser als die Nachfrage. Siehe oben: Mehr Geld macht eine kleine Nachfrage nicht grösser — es kauft nur schlechtere Klicks.
Drei echte Zahlen aus Gastro-Konten
Alle Zahlen stammen aus Google-Ads-Konten, die wir selbst führen. Die Betriebe bleiben anonym, jedes Zeitfenster ist datiert:
- +1'335 gestartete Routen zu vier Gastro-Betrieben in der Region Zürich, Februar bis Juni 2026
- 19 Routen zum Lokal in der ersten Kampagnenwoche — indisches Restaurant, Zürich Seefeld, August 2026
- CHF 16 Werbekosten pro Reservations-Anfrage — Restaurant in Wallisellen, Juli 2026
Lohnt sich Google Ads für ein Restaurant?
Es lohnt sich, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:
- Es wird genug gesucht. Rund um eine Stadtlage fast immer, im Dorf mit Stammkundschaft oft nicht. Der Keyword Planner zeigt es vorab.
- Die Zielseite macht Reservieren einfach. Zwei Klicks bis zur Reservation, Telefon antippbar, Route mit einem Tipp.
- Ihr Google-Profil überzeugt. Viele Klicks landen am Ende auf Ihrem Profil. Liegt der Schnitt unter 4,0, filtern Gäste Sie weg — dann bezahlen Sie für Besuche, die nicht reservieren. In diesem Fall zuerst die Bewertungen in Ordnung bringen.
Google Ads und lokale Suchmaschinenoptimierung schliessen sich nicht aus: Ads kaufen Sichtbarkeit ab dem ersten Tag, Local SEO baut sie dauerhaft auf. Die Anzeigen beeinflussen das organische Ranking nicht direkt — sie überbrücken die Zeit, bis es trägt. Wie das organische Ranking funktioniert, steht im Beitrag Google-Ranking verbessern.
FAQ
Was kostet Google Ads pro Monat? Es gibt keinen Grundpreis — Sie bezahlen nur Klicks. Für ein Restaurant oder ein kleines Hotel in der Schweiz sind CHF 500 bis 800 Werbebudget pro Monat ein realistischer Start. Dazu kommt die Betreuung: Ihre eigene Zeit oder eine Agentur, laut Gryps CHF 1'300 bis 3'500 pro Monat.
Wie viel kostet ein Klick bei Google Ads in der Schweiz? Je nach Suchbegriff zwischen rund CHF 0.10 und über CHF 30. Restaurant-Begriffe wie «restaurant zürich» oder «brunch zürich» liegen meist zwischen CHF 0.15 und 2, Hotel-Begriffe etwas höher, Agentur- und B2B-Begriffe bei CHF 10 bis 30.
Gibt es bei Google Ads ein Mindestbudget? Technisch nein. Praktisch braucht eine Kampagne genug Klicks, um zu lernen, welche Suchen Gäste bringen — unter rund CHF 10 pro Tag dauert das sehr lange.
Kann Google mehr ausgeben als mein Tagesbudget? An einzelnen Tagen bis zum Doppelten. Über den ganzen Monat verrechnet Google aber höchstens das durchschnittliche Tagesbudget mal 30,4.
Was kostet eine Google-Ads-Agentur in der Schweiz? Laut dem Vergleichsportal Gryps CHF 1'300 bis 3'500 pro Monat, im Schnitt CHF 2'000 — ohne Werbebudget. Achten Sie darauf, dass das Werbekonto auf Ihren Betrieb läuft und der Bericht Gäste zählt statt Klicks.
Lohnt sich Google Ads für ein kleines Restaurant? Wenn rund um Ihren Standort genug gesucht wird und Ihr Google-Profil überzeugt: ja — in einem unserer Restaurant-Konten kostete eine Reservations-Anfrage im Juli 2026 CHF 16. Wird kaum gesucht, ist das Geld in Profil und Bewertungen besser angelegt.
Quellen
- Google Ads Keyword Planner: Suchvolumen und Gebotsspannen, Schweiz, Sprache Deutsch, abgefragt am 5. Oktober 2026
- Google Ads-Hilfe: Durchschnittliches Tagesbudget und monatliches Ausgabenlimit (support.google.com/google-ads)
- Gryps: Online-Marketing-Kosten in der Schweiz — Betreuung von Google-Ads-Konten und Stundensätze (gryps.ch)
- Tailored Intelligence: Google-Ads-Konten von Gastro-Betrieben, die wir selbst führen (anonymisiert, datiert)
Weiterführende Texte
- Google-Ranking verbessern: Local SEO für Restaurants und Hotels
- Restaurant-Website erstellen lassen: Kosten und Checkliste
- GEO-Optimierung: So empfehlen ChatGPT und Google-KI Ihren Betrieb
- Google Unternehmensprofil optimieren — der Praxis-Leitfaden
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